Black Rebel’s neuester Garage-Trip

März 4, 2010

Wenn jemand die Latte für dieses Album hat hoch legen wollen, ist ihm das zweifellos gelungen. Knapp 3 Jahre nach der Veröffentlichung des fast schon mythisch veranlagten „Baby81“ sind die Black Rebel Motorcycle Club auf der Bühne des psychedelic-Garage Altars grosser Rockmusiker zurückgekehrt und schreiben weitere Musikgeschichte. Mit meiner Vorankündigung für das Album des Jahres zeigen BRMC ihren Hang zu experimenteller Verschmelzung, wenn nicht sogar Verfeinerung bekannter Musikgenres wie Shoegaze, Garage, Psychedelic und Gothic-Country und zelebrieren sich als erfolgreiche “Shoegazer der Postmoderne“. Zeitlos wie immer geht das Album eine Retroperspektive durch, in welcher vor allem Elemente des dritten Albums der Band „Howl“ und das zweite Album „Take Them On, On Your Own“ benutzt werden um das nötige Crescendo hervorzurufen. Das Album ist ein einziger Trip durch eine Welt, wo sich die musikalische Evolution von der modernen Entwicklung des Alternativ Rock’n’Roll abkapselt und eigene Wege geht. Schon wieder, und wieder BRMC. Keine Elektro Beats, keine überflüssigen Gitarrensolos und keine banalen Texte, sondern gut verpackte melodiöse Ebenen wo das Klavier ebenso mal Platz hat wie Bluesgeprägte Zwischenstücke und gitarrenstarke Refrains. Die Band hat ihre Seele dem Rockteufel gewidmet und wird mit diesem Album ein Exempel statuieren wie dazumal die Stones mit ihrem Album „Their Satanic Majesties Request“ ohne dabei kitschig oder fremd zu wirken. Jegliche Kritik über die einzelnen Songs ist hinfällig, da man vom ersten Track „Beat the Devil’s Tatto“ bis hin zum 10 Minuten Song „Half-State“ in einen Bann gezogen wird, dem man (gerne) nicht entfliehen möchte. Er würde sein Leben lang ein Shoegazer bleiben sagte der Leadsänger Peter Hayes dem französischen Rolling Stone nach der Bekanntgabe, dass „Beat the Devil’s Tattoo“, zur Platte des Monats gewählt wurde. Das hoffen wir doch und freuen uns auf bevorstehende Liveauftritte.

Aus dem neuen Album „Beat the Devil’s Tatto“ noch zwei Songs zum reinhören:

AYA:

THE TOLL:

Die ultimativ Besten des Jahres 2009! Alben, Songs und Konzerte!

Dezember 31, 2009

Und jährlich grüssen die Besten. Das Jahr 2009 war voll gespickt mit guten sowie auch schlechten musikalischen Ereignissen. Sei es nun vom bezaubernden Januar Palace Konzert der Crystal Stilts bis hin zu Jack Whites Enttäuschendem Nebenprojekt the Dead Weather. Reden wir nicht lange um den heissen Brei herum. Hier kommen sie, die Besten des Jahres:

BESTE ALBEN 2009 

1.      The Pains of Being Pure at Heart / The Pains of Being Pure at Hear
Sie waren die Überraschung des Jahres. The Pains schafften es mit ihrem soften Gitarrenshoegaze ein Album zu kreiren das jenseits von Gut und Böse ist, und das im guten Sinn! Ein eigener Stil, wenig Hype im Vorspann und ein 10 Song Album das sich ohne Probleme am Stück hören lässt. Und besten gleich wieder und immer wieder und immer wieder…

 

 

2.      Faunts /  Feel.Love.Thinking.Of.
Die Indietronic Band existiert schon seit 2005, haben aber in Europa noch nicht richtig Fuss gefasst. Mit ihrem neuesten Album treffen sie den Nerv Kanadischer Independent Neuromantiker. Faunts bringen Melancholie, Elektronik und Rock auf einen Nenner, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie sind die Weiterentwicklung der 80er Charlatens, Stone Roses und co. Generation. Kein Retro, sondern neue Ware vom feinsten. Die immerschon vergessene Tochterband von Friendly Fire…

 

3.      Devendra Banhart / What Will We Be
Man hat es tatsächlich geschafft den zeitlos wandelnden Devendra Banhart in einem Major Label (Warner) zu parkieren. Ein mutiges Unterfangen, den Devendra ist wie ein unberechenbarer Tiger in Frauenkleidern. Mal hier mal dort, mal Folk, mal Psychedelic mal Pop. Seine Alben sind zeitlos, sein Stil unnachahmlich. Mit seinem neuesten Album steht auf der gleichen Stufe wie Neil Young, Eric Clapton und Bob Dylan. Doch von solchen Rühmlichkeiten lässt sich Devendra nich beeindrucken. Er ist noch reifer, noch besser als je zuvor. Eigentlich hätte er Platz 1  ohne weiteres verdient, so wie letztes Jahr. Es wäre aber zu offensichtlich gewesen dies zu tun. Ein Muss für jede CD Sammlung.

4.      Grizzly Bear / Veckatimest
Neo-Psychedelic, Experimental Rock, spirituelle Popmusik und ein bisschen Gospel. So hört sich das vollgepackte Grizzly Bear Album an. Kein Album das sich nach einmal hören einordnen lässt. Man braucht hier Zeit und Geduld, ein gutes Gehör und Lust auf etwas neues. Ist man bei „Veckatimest“ angekommen ist es wahrlich purer Genuss. Ein geniales Album, vielfältig und spannend.

 

5.      The Raveonettes / In an out of Control
Weg von Staubsaugenden psychedelic Shoegaze und hinein zu popigen Gitarrensound. The Raveonettes machen das, was niemand erwartet hat: Fröhliche Wintermusik ohne viel Nebengeräuschen mit viel Inhalt. Keine Angst, wer hier Langeweile erwartet täuscht sich. Diese CD ist für tanzfreudige Menschen, Rock’n'Roll freundliche Artgenossen und unschlüssige Raveonettes Fan. Wagt euch!

 

6.      Jonsi & Alex / Riceboys Sleeps
Das Nebenprojektalbum von Sigur Ros. Wer gedacht hat Sigur Ros sei melancholisch, der sollte sich am besten mal  Jonsi & Alex reinziehen. Meine Leute, das ist PURE Melancholie. Nichts für schwache Nerven. Hört die CD, schliesst die Augen und ihr habt das Gefühl in ein Paradies zu entfliehen ohne Rückfahrkarte.  Ein Melancholie Album für die nächsten 100 Jahre. Falls ihr bis dahin wieder zurück seit…

 

7.      The XX / XX
Der Englische Hype 2009! Diesmal ist er gerechtfertigt. Ihr Konzert war schön doch das Album ist noch besser. Minimalistische Gitarre, eine sanft raue Stimme und junges englisches Blut. Wenn man das Album hört glaubt man für einen kurzen Augenblick, dass sie die beste Band der Welt sein könnten. Für das braucht es aber noch ein bisschen mehr. Eine menge Potenzial ist noch vorhanden. Ein Album das man haben sollte.

 

 
8.      Wilco / Wilco the Album
Ein kompromisslos hergelegtes Meisterstück der Band. Das siebte insgesamt! Sie sind allen Bands ihrer Generation voraus. Eine Band mit der man alt werden möchte. Punkt. Einfach schön.

 

 

9.      White Lies / To Lose My Life
Die Band musste am Anfang richtig unten durch. Die Vergleiche mit Joy Division waren ihr angeblicher Genickbruch. Das meinte man zumindest am Anfang. Hört man genau hin, gibt es zu Joy Division zwar einige parallelen doch sind die White Lies wahrscheinlich die besten Newcomer des Jahres 2009 und vermögen sich trotzdem speziel abzugrenzen mit einzigartigen Melodien. Endlich wiedereinmal eine Band die von Tod und Verderben singt, endlich wiedereinmal eine Band die mit wenig Melodien anderst sein möchte, endlich wiedereinmal eine Band mit  Ohrwurmtauglichen Songs, endlich eine Band welche von den Kritikern so in den Dreck gezogen wird, das sie einfach wiederum zu gut sind! Meine Damen und Herren:  White Lies mit ihrem grandiosen Debutalbum…

10.   Sonic Youth / the Eternal
Das 15. Album der Band. Manche glaubten sie seien Tod, fertig und vorbei. Die letzte guten Alben gab es in den 80ern. Nun sind sie zurück und wie. Weg vom Major Label war die letzte Hoffnung. Das hat sie geweckt. Mit dem Weckruf kamen neue experimentale Stücke hinzu. Manchmal hart, manchmal soft, manchmal psychedelisch und dann wieder hin zum klassisch guten Sonic Youth Sound. Sie können es eigentlich immer noch. Sonic Youth rollen ihre Geschichte von neuem auf und machen das was sie seit Beginn ihrer Karriere immer gemacht haben: Verzerrend kreischende Gitarrenmusik vom feinsten.

 

BESTE SONGS 2009

1.      Devendra Banhart / First Song for B

2.      Editors / Papillon

3.      Grizzly Bear / Two Weeks

 4.      The Raveonettes / Gone Forever

5.      Camera Obscura / My Maudlin Career


 
BESTE KONZERTE 2009

Das Jahr eröffnete mit einer spektakulären unerwarteten Überraschung im Palace. Mit den bis dazumal eher unbekannten Crystal Stilts. Ein grossartiges Konzert gleich zu Beginn des Jahres 2009. So grossartig, das es mein absolutes Konzert Highlight 2009 wurde. Unvergesslich auch das Oasis Konzert in Manchester. Das letzte in ihrer Bandgeschichte!

1.      Crystal Stilts / Palace

2.      Nneka / Open Air SG

3.      Travis / Gurten Festival

4.      Oasis / Manchester Heaton Park

5.      Phantom Band / Palace

 
BESTE VORBAND 2009
TV BUDDHAS…
Als Vorband hat man es ja nicht immer leicht, das ist klar. Man hat aber auch die Möglichkeit sich von dem vielen Durchschnittsvorbands abzuheben. Viele schaffen dies, viele auch nicht. Glasvegas zBsp. waren die Vorband von Oasis und versagten auf ganzer Linie (trotz Hype!). Andest die Israelis von TV Buddhas. Es war einfach grossartig. Eine RocknRoll Band à la White Stripes. Sie können ganz gross werden, oh ja, das können sie, die TV Buddhas….hier der Song Buddha Rock: 
 


ENTTÄUSCHUNG DES JAHRES 2009

The Dead Weather. Das war wohl nichts Jack White. Über Jack White muss man eigentlich nicht streiten. Er ist einer der besten seiner Zunft, aber auch er darf sich mal einen Ausrutscher erlauben. Vielleicht war der Einfluss von the Kills zu gross um etwas Gutes wagen zu wollen. Trotzdem gibt es einen guten Song auf dem Debutalbum der Dead Weather. Das wäre es dann eigentlich auch schon gewesen.  Hier der Song Will There Enough Water. 

 

AUSBLICK 2010…
Da kommt noch einiges auf uns zu und wir erfreuen uns jetzt schon auf die vielen Konzerte welche bis im Mai über die Bühne gehen (Shout out Louds, Stereophonics, Brian Jonestown Massacre, the Leisure Society,Black Rebel Motorcycle Club usw.), über neue Alben Veröffentlichungen und guten Newcomern!  Und ich wage jetzt schon zu sagen das Black Rebel Motorcycle Club oder Arcade Fire das beste Album 2010 stellen werden. Wer denn sonst…. 

Den Rest des Beitrags lesen »

Rückblick auf US-Shoegazer, englische Minimalisten und eine echte Enttäuschung!

Dezember 1, 2009

Das Jahr neigt sich langsam aber sich dem Ende zu. Mit dem ersten Schnee kamen auch schon die ersten unnötigen Abstimmungsresultate ans Tageslicht! Was würden wir nur machen wenn Musik ebenfalls so schlimm wäre? Hhhmm…zum Glück bescherte uns das Jahr immerhin noch schöne Konzerte, gute Alben und einen Hall of Fame-trächtigen Folk Künstler mit dem evt. besten Album des Jahres 2009. Den absoluten Jahresrückblick gibt es erst etwas später. Bis dahin müsst ihr euch noch gedulden. Wir blicken mal zurück und nehmen vor allem die letzten Konzerte von Phantogram, the XX und Portugal. The Man unter die Lupe.

Phantogram wurden im Vorfeld mit My Bloody Valentine verglichen, was doch schon viel versprechen lies. Die New Yorker topten aber alle Erwartungen im fast leeren Palace. Zwei Leute, eine Gitarre, ein unglaubliche Stimme, Elektronische Beats welche das ganze Unterstrichen und eine Menge Potenzial für zukünftiges boten. Phantogram überraschten mit neuwertigem Shoegaze. Kein Bloody Valentine, sondern eher ein Mix aus Film School und ein bisschen Radio Dept. Nach den Crystal Stilts und the Phantom Band eines der besten Palace Konzert in diesem Jahr! Sie kommen wieder, da bin ich mir sicher. Noch reifer, noch sphärischer, noch stärker. Dann hoffentlich mit mehr Zuschauer. Und sonst gilt das Motto: Selber schuld wer nicht dabei war und dabei sein wird! 

The XX waren DIE Band im Vorfeld. Ein gutes erstes Album in der Tasche und eine grosse Prise „Hype“ waren Grund genug die Engländer im Palace sehen zu wollen, obwohl ich solche Hypes immer kritisch beobachte. Das dachte sich auch das St.Galler Konzertvolk. Das Konzert war erwartungsgemäss ausverkauft. Musikalisch war the XX einfach nur „schön“. Nicht mehr, nicht weniger. Minimalistisch einfühlsame Gitarrenklänge, eine schöne Stimme und eine nette Portion Melancholie waren für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Ihr Radiosong Crystalised war aber die Enttäuschung des Abends. Gitarrenmässig falsch gespielt und den Wendepunkt zum Songfinale verpasst. Schade. Das gleiche Publikum wäre am Phantogram wünschenswert gewesen. Ein zweites „ähnliches“ Album von the XX wäre aber auch schon der Todesstoss für die Band. Auch hier wäre genügend Talent für musikalische Tiefe vorhanden, um aus dem Minimalismus etwas grosses, etwas kräftigeres zu schaffen. Das Album ist aber gut und sehr empfehlenswert für jede CD Sammlung.

Portugal.The Man hingegen waren eine echte Enttäuschung. Das Mariaberg war schlichtweg die falsche Kulisse. Akkustisch grausam, kamen die Melodien praktisch nie zur Geltung. Trotz gutem Album war davon nichts zu spüren. Nicht beim Publikum, nicht bei der Band, bei niemanden.

Ja, Panik und Ebony Bones waren ebenfalls ganz okay. In die Top 5 der besten Konzerte des Jahres reicht es für diese beiden aber nicht. Zu schlicht, zu bunt, zu einfach….einfach zu wenig.

 

John Vanderslice und der neue Twilight Filmsoundtrack!

Oktober 19, 2009

John Vanderslice war trotz 36 Besuchern einsame Spitze! Ein handsigniertes Album sowie ein gelungener Konzertabend waren meine Errungenschaften vom letzten Samstag. Einen würdigen Konzertrückblick inkl. Aufnahmen (Max Winkler) dürft ihr auf der Blogseite der Klangschau lesen. Folgt dem Link, es lohnt sich! Wirklich…

john-vanderslice_bp1

http://blog.klangschau.com/2009/10/auf-tuchfuehlung-mit-john-vanderslice-ein-konzertbericht/

….wer letztlich den neuen Twilight Soundtrack (New Moon) zu Ohren bekommen hat, staunte nicht schlecht als gewisse Herren ihren einzigartigen Sound präsentierten. Keine andere Band als die wunderbaren Death Cab for Cutie würdigten dem Film einen Song. Meet me on the Equinox heisst das gute Stück! Hören und geniessen….

Woche 42: Konzerte mit Camera Obscura und John Vanderslice!

Oktober 12, 2009

Trotz Kälteeinbruch und Olmawahnsinn, hat auch die Kalenderwoche 42 einen Sinn. Und der besteht aus zwei Konzerten die sehr empfehlenswert sind. Da spielen am 13. Oktober 2009 die schottischen Camera Obscura, welche schon länger kein Geheimtipp mehr sind. Auch für Fans von: Belle & Sebastian, the Smiths, Arab Strap, Tindersticks, Fleet Foxes und Band of Horses! Camera Obscura stehen für leichten poppigen Sound und wurden auch als die kleine Schwester von Belle & Sebastian gehandelt. Ihre Musik ist aber einzigartig und die Stimme von Tracyanne Campbell sorgt für warme Stimmung im kalten Herbst! Das ganze Spektakel darf im Zürcher Abart bewundert werden.

Wann: 13. Oktober 2009 (für Kurzentschlossene)
Wo: Abart (http://www.abart.ch/)
Türöffnung/Konzertbeginn: 20:00 / 20:30


Am Samstag 17. Oktober 2009 kommt dann John Vanderslice zu Besuch ins Rorschacher Kulturlokal Mariaberg. John Vanderslice gehört zu der guten und stimmungsvollen Sorte des Genre Singer/Songwriter! Er erinnert sehr an die US Singer/Songwriter Legende Ellioth Smith, welcher mit seiner Gitarre die Herzen seiner Zuschauer für sich gewann. Es ist John‘s einziges CH Konzert. Darum nicht verpassen, sofern es noch Tickets gibt!

Wann: 17. Oktober 2009
Wo: Mariaberg (http://www.maberg.ch/)
Türöffnung/Konzertbeginn: 20:00/21:00


so plötzlich… lasst uns mal lachen!

Oktober 7, 2009

Ein ungeahnt gelungener Mittwochabend, Weisswein, Jamsessions, geschäftliche Fotografien und viel, viel Tiefsinn. Und plötzlich stösst man auf einen Song, der das Gefühl trifft, einen Tanzen lässt und unerwartet aber glücklich dem Ganzen einen Namen gibt.
Danke Antonio. Danke Pixies.
(Gastbeitrag von der Paléo-Raphaela, das war nicht Antonio!)
Lasst mich jetzt weitertanzen! (Tanzt mit und klickt auf den Link, los jetzt!)

Pixies

an autumn afternoon…

September 30, 2009

Herbst, eine Jahreszeit zum geniessen und träumen.  Das tat ich auch mit meiner Gitarre. Hier meine erste instrumentalische Single: an autumn afternoon

herbstHerbstAntonio Leanza – an autumn afternoon

Die Könige der Bequemlichkeit sind zurück!

September 23, 2009

Genau 5 Jahre ist es her, als Kings of Convenience das letzte Album „Riot on an empty street“ herausbrachte. Alle, die nun an ihrem Comeback gezweifelt haben, werden mit dem neuen Album „Declaration of Dependence“ eines besseren belehrt.  Die Kings machen dort weiter wo sie aufgehört haben: Fantastische Lieder spielen…

Die Ruhe ist immernoch das herrschende Element ihrer Musik. Die fast ausschliesslich akustisch eingespielten Instrumente, sorgen für eine intensive chillige Atmosphäre. Auf das Schlagzeug wird verzichtet, dafür finden sich Geigenklänge in den Songs wieder, was das ganze noch schöner macht . Eirik Boe (das Herz von Kings of Convenience; Gitarrist, Gesang und Klavier) hat sich mit zwei grossartigen Whitest Boy Alive Alben richtig ausgetobt.  Nun konzentrieren sich die Kings wieder auf ihre Simon & Garfunkel Kernkompetenz.

Kings of Convenience gehören nicht nur zu einer meiner Lieblingsbands,  sondern sie stellen mit ihrem neuen Album, einen wahren Anwärter für mein persönliches Album des Jahres 2009! Welcome back…

Single vom neuen Album: Boat Behind

Whitest Boy Alive Single: Burning

Mercury Prize 2009

September 8, 2009

Der Mercury Music Prize ist eine jährlich vergebene Auszeichnung für das beste britische Musikalbum der vorangegangenen 12 Monate. Er wurde 1992 ins Leben gerufen als Gegenstück zu den von der Musikindustrie dominierten BRIT Awards. Der Name stammt vom ursprünglichen Sponsor, der nicht mehr existierenden Firma Mercury Communications. Elbow waren im Jahr 2008 verantwortlich für das beste Album. Wer folgt nun in deren Fussstapfen?  Wer mehr wissen möchte folgt bitte dieser Seite: http://www.mercuryprize.com/

Die Nominationen für den Mercury Prize 2009:

- Florence + the Machine /album: Lungs
- Kasabian/album: West Ryder Pauper Lunatic Asylum
- Speech Debelle/album: Speech Therapy
- Friendly Fires/album: Friendly Fires
- La Roux/album: La Roux
- Bat for Lashes /album: two suns
- the Horrors /album: Primary Colours
- Glasvegas /album: Glasvegas
- Led Bid/album: Sensible Shoes
- Sweet Billy Pilgrim/album: Twice Born Me
- the Invisible /album: the Invisible
- Lisa Hannigan /album: Sea Sew

Meine Favoriten für das beste Britische Album des Jahres 2009 wären die Friendly Fires, Kasabian, Bat for Lashes und Lisa Hannigan.

Möge das beste Album gewinnen.

Weg frei für Noel: OASIS lösen sich auf!

August 29, 2009

Nun ist es definitiv: Die Brit Rock Legenden OASIS haben sich am 28. August definitiv aufgelöst. Dies bestätigte die offizielle Website der Band in einem Statement.  Es war Noel Gallaghers Entschluss, da er nicht mehr mit seinem Bruder in einer Band weiterspielen kann und will. Alle Konzerte wurden nun abgesagt.

Erstaunlicherweise hat mich diese Nachricht nicht masslos getroffen. Im Gegenteil. Es gehört fast schon zum Ebenbild der Englischen Wiederfindungsphase, welche sich an Idolen festhält und nun seit Jahren in einem Loch von NME Hypes und unzählig schlechten Indie Bands befindet. Viel Erkenntnis hat dies nicht gebracht. Der Brit Pop existiert schon lange nicht mehr. Die grossen sind weg oder feiern sich in ihren Revivals selber. Mit der Auflösung von OASIS ist die künstliche Aufrechterhaltung des Brit Pop endgültig Geschichte. Freuen darf man sich indes auf Noel Gallaghers Soloalbum, welches sich schon länger abgezeichnet hat. Noel ist ein begnadeter Singer/Songwriter. Nun gebührt im die Ehre welche er verdient hat, seine Solokarriere. Er war Kopf und Seele der Band, ein Genie welches es nicht zweimal gibt. England darf sich freuen. Vielleicht ist er der Retter. Beweisen muss er nichts mehr. Die  Bühne gehört ihm, alleine….

Seit nicht traurig und denkt an den Song „Don’t look back in Anger“ :

„Ihre Seele entgleist, aber schau nicht im Zorn zurück, hörte ich dich sagen.“


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.