Rückblick auf US-Shoegazer, englische Minimalisten und eine echte Enttäuschung!

Das Jahr neigt sich langsam aber sich dem Ende zu. Mit dem ersten Schnee kamen auch schon die ersten unnötigen Abstimmungsresultate ans Tageslicht! Was würden wir nur machen wenn Musik ebenfalls so schlimm wäre? Hhhmm…zum Glück bescherte uns das Jahr immerhin noch schöne Konzerte, gute Alben und einen Hall of Fame-trächtigen Folk Künstler mit dem evt. besten Album des Jahres 2009. Den absoluten Jahresrückblick gibt es erst etwas später. Bis dahin müsst ihr euch noch gedulden. Wir blicken mal zurück und nehmen vor allem die letzten Konzerte von Phantogram, the XX und Portugal. The Man unter die Lupe.

Phantogram wurden im Vorfeld mit My Bloody Valentine verglichen, was doch schon viel versprechen lies. Die New Yorker topten aber alle Erwartungen im fast leeren Palace. Zwei Leute, eine Gitarre, ein unglaubliche Stimme, Elektronische Beats welche das ganze Unterstrichen und eine Menge Potenzial für zukünftiges boten. Phantogram überraschten mit neuwertigem Shoegaze. Kein Bloody Valentine, sondern eher ein Mix aus Film School und ein bisschen Radio Dept. Nach den Crystal Stilts und the Phantom Band eines der besten Palace Konzert in diesem Jahr! Sie kommen wieder, da bin ich mir sicher. Noch reifer, noch sphärischer, noch stärker. Dann hoffentlich mit mehr Zuschauer. Und sonst gilt das Motto: Selber schuld wer nicht dabei war und dabei sein wird! 

The XX waren DIE Band im Vorfeld. Ein gutes erstes Album in der Tasche und eine grosse Prise „Hype“ waren Grund genug die Engländer im Palace sehen zu wollen, obwohl ich solche Hypes immer kritisch beobachte. Das dachte sich auch das St.Galler Konzertvolk. Das Konzert war erwartungsgemäss ausverkauft. Musikalisch war the XX einfach nur „schön“. Nicht mehr, nicht weniger. Minimalistisch einfühlsame Gitarrenklänge, eine schöne Stimme und eine nette Portion Melancholie waren für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Ihr Radiosong Crystalised war aber die Enttäuschung des Abends. Gitarrenmässig falsch gespielt und den Wendepunkt zum Songfinale verpasst. Schade. Das gleiche Publikum wäre am Phantogram wünschenswert gewesen. Ein zweites „ähnliches“ Album von the XX wäre aber auch schon der Todesstoss für die Band. Auch hier wäre genügend Talent für musikalische Tiefe vorhanden, um aus dem Minimalismus etwas grosses, etwas kräftigeres zu schaffen. Das Album ist aber gut und sehr empfehlenswert für jede CD Sammlung.

Portugal.The Man hingegen waren eine echte Enttäuschung. Das Mariaberg war schlichtweg die falsche Kulisse. Akkustisch grausam, kamen die Melodien praktisch nie zur Geltung. Trotz gutem Album war davon nichts zu spüren. Nicht beim Publikum, nicht bei der Band, bei niemanden.

Ja, Panik und Ebony Bones waren ebenfalls ganz okay. In die Top 5 der besten Konzerte des Jahres reicht es für diese beiden aber nicht. Zu schlicht, zu bunt, zu einfach….einfach zu wenig.

 

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Eine Antwort zu „Rückblick auf US-Shoegazer, englische Minimalisten und eine echte Enttäuschung!“

  1. Dominik sagt:

    Das mit dem Mariaberg kennen wir ja langsam…wahrlich nicht der beste platz fuer konzerte. Ausser …trail od dead habe ich da nur entaueschungen erlebt…akkustik ist schlecht aber das groesste problem ist, das das wc am falschen ort ist…immer ein kommen und gehen…hat mir den olli vermasselt, slut und und und…

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