Wenn jemand die Latte für dieses Album hat hoch legen wollen, ist ihm das zweifellos gelungen. Knapp 3 Jahre nach der Veröffentlichung des fast schon mythisch veranlagten „Baby81“ sind die Black Rebel Motorcycle Club auf der Bühne des psychedelic-Garage Altars grosser Rockmusiker zurückgekehrt und schreiben weitere Musikgeschichte. Mit meiner Vorankündigung für das Album des Jahres zeigen BRMC ihren Hang zu experimenteller Verschmelzung, wenn nicht sogar Verfeinerung bekannter Musikgenres wie Shoegaze, Garage, Psychedelic und Gothic-Country und zelebrieren sich als erfolgreiche ”Shoegazer der Postmoderne”. Zeitlos wie immer geht das Album eine Retroperspektive durch, in welcher vor allem Elemente des dritten Albums der Band „Howl“ und das zweite Album „Take Them On, On Your Own“ benutzt werden um das nötige Crescendo hervorzurufen. Das Album ist ein einziger Trip durch eine Welt, wo sich die musikalische Evolution von der modernen Entwicklung des Alternativ Rock’n’Roll abkapselt und eigene Wege geht. Schon wieder, und wieder BRMC. Keine Elektro Beats, keine überflüssigen Gitarrensolos und keine banalen Texte, sondern gut verpackte melodiöse Ebenen wo das Klavier ebenso mal Platz hat wie Bluesgeprägte Zwischenstücke und gitarrenstarke Refrains. Die Band hat ihre Seele dem Rockteufel gewidmet und wird mit diesem Album ein Exempel statuieren wie dazumal die Stones mit ihrem Album „Their Satanic Majesties Request“ ohne dabei kitschig oder fremd zu wirken. Jegliche Kritik über die einzelnen Songs ist hinfällig, da man vom ersten Track „Beat the Devil’s Tatto” bis hin zum 10 Minuten Song „Half-State“ in einen Bann gezogen wird, dem man (gerne) nicht entfliehen möchte. Er würde sein Leben lang ein Shoegazer bleiben sagte der Leadsänger Peter Hayes dem französischen Rolling Stone nach der Bekanntgabe, dass „Beat the Devil’s Tattoo“, zur Platte des Monats gewählt wurde. Das hoffen wir doch und freuen uns auf bevorstehende Liveauftritte.
Aus dem neuen Album “Beat the Devil’s Tatto” noch zwei Songs zum reinhören:
AYA:
THE TOLL:

